• Wolfgang Glöckler <br /> Atalanta Lorraine
    Wolfgang Glöckler
    Atalanta Lorraine

Wolfgang Glöckler

Biographie und öffentliche Aufträge (Auswahl)

1941 geboren in Konstanz/Bodensee
1961-64 Lehre als Musterzeichner in der Textilindustrie ( Fa.Hérosé Konstanz)
1964-70 Studium der Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei den Professoren Peter Herkenrath, Georg Meistermann u.Horst Antes (Meisterschüler)
1971 Wandbild (Keramik) für das Universitätsbauamt in Konstanz
seit 1977 Reisen nach Indien
1977-80 Gastdozent für Zeichnen an der Fachhochschule für Gestaltung Pforzheim(Klasse für Modedesign)
1981 Holzobjekte für das Universitätsbauamt Konstanz
1982-83 Wandgemälde für das Klinikum Marburg
1984 Deckengemälde und Wandbild(Keramik) für das Berufsschulzentrum in Friedrichshafen
1985 Wandbild(Keramik)für das Arbeitsamt Konstanz
1987 Wandbild(Keramik)für das Fernmeldeamt Trier
1993-94 Wandbild(Keramik)für das Markgrafenbad in Badenweiler
1996 Umzug von Karlsruhe nach Frankreich in die Nähe von Epinal/Vogesen
seit 1999 signiert er seine Arbeiten mit ATALANTA-LORRAINE
2003 Wandbild und Brunnen (Keramik und Majolika) für die Gehörlosenschule Heidelberg
2003-04Wasserbecken(Keramik und Majolika)für den mittleren Urnenhof auf dem Friedhof St. Wolfgang in Wangen im Allgäu.

Ausstellungen (Auswahl)

1964 Villa Prym,Kunstverein Konstanz, Konstanz/Bodensee
1974 Kunstverein Konstanz
1976 Südwest-Galerie, Karlsruhe
1978 Galerie Bernd Lutze, Friedrichshafen
1981 Galerie Bernd Lutze, Friedrichshafen
1982 Kunstverein Konstanz. Galerie im Blauen Haus, Karlsruhe
1984 Kunstverein Friedrichshafen
1986 Galerie im Blauen Haus, Karlsruhe. Kunstverein Rastatt
Galerie ANTEC, Herbert Itta,Konstanz
1987 Galerie Bernd Lutze, Friedrichshafen
1991 Hans -Thoma-Gesellschaft, Reutlingen
1993 /4 Galerie Margit Haupt, Karlsruhe
1994 Galerie Hubert-Nising, Frankfurt a.M.
1996/ 7 "Kometenfänger", Galerie Bernd Lutze, Friedrichshafen
2000 "Toujours",Galerie Margit Haupt, Karlsruhe
2002 "Le phénix",Galerie Bernd Lutze, Friedrichshafen
2007 Retrospektive, Städtische Galerie, Wangen/Allgäu
2008 "Profile", Rheumazentrum Baden-Baden
2011 Retrospektive, Galerie Bagnato, Konstanz

http://atalanta-lorraine.de/
Aus dem Gespräch mit Wolfgang Glöckler auf seinem Anwesen "La Broche" in Rupt sur Moselle, Vogesen, aufgeschrieben im Mai 2011

Wolfgang Glöckler -geb. wie Johannes Dörflinger 1941 in Konstanz- war während seiner Lehrzeit in der Firma Hérosé als Musterzeichner und später während des Studiums an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe auch mit Otto Adam befreundet. Dieser besuchte Wolfgang Glöckler öfters in dessen Atelier in der Schulstrasse, einem Gartenhausgebäude, in dem ihm die Familie Dr. Faust zwei Räume vermietet hatte. Auch das Mansardenatelier von Otto Adam in der Buchnerstrasse war häufiger Treffpunkt für anregende Gespräche. Während der Lehre bei Hérosé entstanden viele Bilder, die durch das Engagement vom damaligen Leiter des Konstanzer Kunstvereins, Dr. Leiner, in der Villa Prym ausgestellt wurden. Diese Ausstellungen brachten Kontakte mit Sammlern, auch in der Schweiz. Von 1961-62 arbeitete Wolfgang Glöckler im Atelier von Walter Matysiak, der maßgeblich daran beteiligt war, dass dieser den Weg des Malers ging und nicht den eines Textilzeichners. So begann nach der Lehrzeit bei Hérosé das Kunststudium in Karlsruhe, erst bei den Professoren Herkenrath und Meistermann, dann als Meisterschüler bei Horst Antes von 1964-70. Nach dem Studium der Malerei erhielt Wolfgang Glöckler seinen ersten öffentlichen Auftrag, den Speisesaal des Universitätsbauamtes auszumalen aufgrund der Initiative von Burkhart Beyerle. Diesen hatte er wegen seiner Vorliebe für alte illustrierte Bücher näher kennen gelernt und mit ihm besuchte er auch die gleichen Antiquariate in Konstanz. Der Kunstverein Konstanz machte 1982 eine große Einzelausstellung. In der Karlsruher Majolika-Manufaktur wurden bald darauf viele Wandbilder in Keramik realisiert, z.B.auch für das neue Arbeitsamt Konstanz 1985. Andere öffentliche Aufträge folgten, u.a. eine große Brunnenanlage für das WABOLU-Institut für Wasser und Lufthygiene in Langen bei Frankfurt, außerdem ein Brunnen für das CLUA-chemische Landesuntersuchungsanstalt Freiburg -mit großen keramischen Säulen. Nach dem Erwerb eines Gebäudes in Karlsruhe, dessen Flachdach Wolfgang Glöckler in einen Garten umwandelte, verlegte er 1996 seinen Wohnsitz in die Vogesen, wo er per Zufall ein großes Anwesen fand, das Maison de Maître des Napoleon Forel, eines Textilbarons des 19. Jahrhunderts. Für den ehemaligen Textilzeichner schloss sich so der Kreis. Es entstand dort u.a. in Zusammenarbeit die große Auflage eines Tuches "La Source" 2002, dessen Erlös für ein Kinderkrankenhaus in Nancy bestimmt war.

Wir freuen uns, diesen Künstler, der sich seit seinem Umzug nach Frankreich Atalanta Lorraine nennt, in der Galerie Bagnato auszustellen. Heidi Frehland